CAVA Griechischer Wein verkauft seit 1997 griechischen Wein aus Berlin-Charlottenburg. Als Manolis Saxonis mir die Marke anvertraute, war der Auftrag schnell gesagt und schwer gebaut: einen Familienweinhändler so aussehen — und arbeiten — lassen wie ein Haus mit globalem Anspruch.
Die Größe, die niemand von einem Weinladen erwartet
Der Katalog bricht als Erstes mit naiven Annahmen. CAVA führt 316 Produkte (Stand 28.05.2026) — Weine, Spirituosen, Olivenöl und Delikatessen — geordnet über 32 Weingut-Kategorien und zehn griechische Regionalfilter. Ein Kunde kommt mit „irgendwas aus Naoussa“ und geht mit einer bestimmten Flasche im Warenkorb. Das funktioniert nur, wenn der Katalog strukturiert, schnell und durchsuchbar ist — nicht bloß hochgeladen.
Der Shop musste also mühelos wirken und trotzdem echte Tiefe tragen. Jede Produktseite erledigt auch die unglamouröse Arbeit: Grundpreis pro Liter, Alkoholgehalt, der Sulfit-Hinweis — die Details, die einen Weinladen gleichzeitig vertrauenswürdig und rechtssicher machen.
Headless — mit Absicht
CAVA läuft auf einer Headless-Architektur: ein Next.js-Frontend auf Vercel, mit Shopware 6 als Commerce-Backend auf deutschen Servern. Die Shop-Logik — Katalog, Warenkorb, Checkout, Steuer — lebt in Shopware, wo sie hingehört. Alles, was der Kunde sieht und spürt, ist in Next.js neu gebaut, wo ich volle Kontrolle über Geschwindigkeit, Layout und Sprache habe.
Headless ist am Anfang mehr Arbeit. Es lohnt sich aus drei Gründen: Performance, weil das Frontend nur ausliefert, was jede Seite braucht; Flexibilität, weil das Design nie Geisel eines Theme-Systems ist; und Eigentum, weil die Marke nicht in einem Template gefangen ist, das jemand anderes kontrolliert. E-Mails laufen über Resend. Die Analyse ist Vercel Analytics — cookieless by design.
Sechs Sprachen, eine Identität
CAVA spricht sechs Sprachen: Deutsch, Griechisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Die Wahl merkt sich ein einziges cava-locale-Cookie, sodass ein wiederkehrender Besucher in seiner Sprache landet, ohne mit der Seite zu kämpfen. Griechischer Wein ist ein Diaspora-Produkt so sehr wie ein deutsches — die Sprachen sind keine Dekoration, sie sind der Markt.
Christos, der Sommelier, der nie schläft
Unter /sommelier steht Christos, ein KI-Sommelier, betrieben mit Anthropic Claude. Er empfiehlt Flaschen wie ein guter Verkäufer — nach Geschmack, Anlass und Essen — in allen sechs Sprachen. Die Verarbeitung geschieht in den USA, und die Datenschutzerklärung sagt das klar. Transparenz ist hier keine Fußnote, sondern das Gestaltungsprinzip.
Eine Karte, wo der Wein herkommt
Die Weinland-Karte unter /weinland setzt die Weingüter auf eine interaktive Mapbox-Karte, sodass die Regionen aufhören, abstrakte Namen zu sein. Wo Google Maps in der Nähe lädt, geschieht das erst nach einem klaren Zwei-Klick-Consent — keine Drittanbieter-Skripte laufen hinter dem Rücken des Kunden.
Compliance als Feature, nicht als Steuer
Das deutsche E-Commerce-Recht ist unerbittlich, und das ist in Ordnung — es ist dasselbe Regelwerk für alle, also ist es ein Vorteil, es gut zu erfüllen. CAVA setzt nur technisch notwendige Cookies (cava-locale und sw-context-token). Die Altersprüfung läuft über localStorage. Es gibt keine Tracking-Cookies. Grundpreis und Alkoholgehalt stehen nach PAngV auf jedem Produkt, und der Hinweis „Enthält Sulfite“ fehlt nie. Bezahlt wird per Vorkasse — Banküberweisung — laut AGB.
Performance gehört zur Pflicht, nicht zur Kür: cookieless gemessen, schnell ausgeliefert, ohne dem Besucher Skripte aufzuzwingen, die er nicht braucht.
„Gebaut mit Manolis Saxonis. Er hat mir vertraut, etwas zu liefern, was andere bei dieser Größe für unmöglich hielten.“
— Dimitrios
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