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CAVA · Vertiefung

Die Architektur dahinter: headless, mit Absicht.

Ein Next.js-14-Frontend auf Vercel über einem Shopware-6.7.9-Backend — getrennt, damit beide Hälften das tun können, worin sie am besten sind.

Headless ist kein Modewort, sondern eine Entscheidung mit Konsequenzen. Bei CAVA habe ich den Shop bewusst in zwei Hälften geteilt: das, was der Kunde sieht, und das, was Bestellungen, Steuern und Lagerbestand verwaltet. Diese Trennung kostet am Anfang mehr — und zahlt sich jeden Tag danach aus.

Zwei Hälften, klar getrennt

CAVA läuft auf einer Headless-Architektur. Das Frontend ist ein Next.js-14-Projekt auf Vercel. Das Backend ist Shopware 6.7.9 auf deutschen Servern. Die beiden reden über eine API miteinander, leben aber sonst getrennt.

Die Commerce-Logik bleibt vollständig in Shopware: der Katalog mit rund 316 Produkten über Weine, Spirituosen, Olivenöl und Delikatessen, der Warenkorb, der Checkout und die Steuerberechnung. Das sind Dinge, die man nicht selbst neu erfinden sollte — Shopware macht sie korrekt und prüfbar. Die Storefront dagegen, alles was der Kunde sieht und anfasst, ist in Next.js neu gebaut.

Warum headless für einen kleinen Händler

Die ehrliche Antwort hat drei Teile. Erstens Performance: Ein eigenes Frontend liefert nur aus, was jede Seite wirklich braucht — kein Theme-Ballast, kein Code für Funktionen, die diese Seite gar nicht nutzt. Eine Produktseite lädt wie eine Produktseite, nicht wie ein ganzes Shopsystem.

Zweitens Flexibilität: Das Design ist nicht Geisel eines Theme-Systems. Wenn CAVA sechs Sprachen, eine Weinland-Karte und einen KI-Sommelier braucht, baue ich sie — ich biege keine fremde Vorlage zurecht, bis sie ungefähr passt.

Drittens Eigentum: Die Marke steckt nicht in einem Template, das jemand anderes kontrolliert. Was CAVA aussehen lässt wie CAVA, gehört CAVA. Ein Theme-Update von Dritten kann das Erscheinungsbild nicht über Nacht verändern.

Was es kostet — und für wen es sich lohnt

Headless ist am Anfang mehr Arbeit. Statt ein fertiges Theme zu installieren, baut man die Storefront von Grund auf. Das ist ein echter Aufwand, und ich sage das offen, weil es nicht für jeden Shop die richtige Wahl ist. Wer drei Produkte und kein Wachstum plant, ist mit einem Standard-Theme oft besser bedient.

Für CAVA war es die richtige Wahl. Ein Weinhaus mit 316 Produkten, sechs Sprachen und dem Anspruch, neben großen Häusern zu bestehen, braucht ein Frontend, das mitwächst statt zu bremsen. Der Mehraufwand am Anfang ist eine Investition in Geschwindigkeit, Kontrolle und Unabhängigkeit — und die trägt jeden weiteren Tag, an dem der Shop online ist.

Die Pipeline, die 316 Produkte sauber hält

Ein Katalog dieser Größe bleibt nicht von allein ordentlich. Hinter CAVA läuft eine Produkt-Anreicherungs-Pipeline, die im Hintergrund arbeitet: Sie ergänzt und vereinheitlicht Produktdaten, damit Grundpreis, Alkoholgehalt, Region und Beschreibung auf jeder Seite konsistent erscheinen.

Diese Hintergrundjobs laufen über BullMQ. Sie verarbeiten Produkte in einer Warteschlange, statt eine Seite warten zu lassen — der Kunde merkt nie, dass im Maschinenraum gearbeitet wird. Neue oder geänderte Produkte werden angereichert und wieder abgelegt, ohne dass jemand 316 Datensätze von Hand pflegen muss.

Der Rest des Maschinenraums

E-Mails laufen über Resend — Bestellbestätigungen und Benachrichtigungen über einen Dienst, der für Zustellbarkeit gebaut ist. Die Analyse ist Vercel Analytics, cookieless by design: Ich sehe, welche Seiten funktionieren, ohne Besucher über Tracking-Cookies zu verfolgen.

Bezahlt wird per Vorkasse, also Banküberweisung, laut AGB. Die Architektur ist bewusst schlank gehalten: wenige Bausteine, jeder mit einem klaren Zweck. Genau das macht sie wartbar — und macht CAVA schnell.

Die Architektur in Stichpunkten

  • Frontend: Next.js 14 auf Vercel
  • Backend: Shopware 6.7.9 auf deutschen Servern
  • Headless: Katalog, Warenkorb, Checkout und Steuer bleiben in Shopware
  • Anreicherung: Hintergrundjobs über BullMQ
  • Katalog: rund 316 Produkte — Weine, Spirituosen, Olivenöl, Delikatessen
  • E-Mail: Resend · Analyse: Vercel Analytics (cookieless)
  • Zahlung: Vorkasse / Banküberweisung laut AGB
  • Alle Preise zzgl. 19% MwSt.

— Dimitrios

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